Meine erste Lit.Eifel-Woche…

Number One

…fing schon gut an. Rurberg habe ich letzte Woche Dienstag erwartungsgemäß gut gefunden. War da ja letztes Jahr Plakate aufhängen.

Nur hätte ich mir vorher ansehen sollen wo der Antoniushof liegt; statt meinem Navi zu trauen. Die führt mich erst einmal um den Rursee. Und die ganze Zeit habe ich gedacht:

Da leuchtet es grün. Da ist es bestimmt.

War es auch, selbst schuld wenn ich mir weniger vertraue als meinem Navi. Mit einer ungeplanten akademischen Viertelstunde Verspätung erreiche ich den ersten Veranstaltungsort. Wirklich nett gelegen.

Wen jetzt tatsächlich noch die Lesung interessiert:, empfehle ich

Sweet About Me von Dietmar Sous mit Gero Körner am Keyboard

Das war der Dienstag.

Der zweite Schlag

Donnerstag ging es dann nach Roetgen. Diesmal war ich spät dran, da ich vorher noch mit Struppi beim Doc war. Der Weg nach Roetgen, sonnenklar. Selbst die Navi habe ich bemüht. Aber nur für die Strasse.

Und da wurde ich schon misstrauisch. Was soll mir Eingang Rosentalstraße nur sagen? Hm, gibt es da eine Kneipe, die Eingang heißt? Ich fahre also durch die Rosentalstraße, heh, da war ich sogar schon.

Da sind neben einem großen Supermarkt die Hallen der Roetgener Sportvereine. Da habe ich schon mal Badminton gespielt. Monschauer Vereine spielen in den Schulsporthallen. Dabei ist Roetgen doch kleiner. Aber ich schweife ab.

Kurz bevor ich aufgeben wollte, erscheint dann rechts noch ein Gebäude, das nach Veranstaltung aussieht. Ich parke und – natürlich fängt es in dem Moment an zu schütten – laufe zum Eingang. Der ist, wer hätte das gedacht, zu.

Ich sehe in den besetzten Saal, die Lesung hat schon begonnen und schreibe auf facebook: bin da. Und wie durch ein Wunder erbarmt sich kurze Zeit später ein hilfsbereiter Mensch und öffnet mir. Yeah. Und hier geht es zur Lesung:

Hühner Voodoo von Hortense Ullrich

Aller guten Dinge sind Drei….

Die Krönung meiner ersten LIT.Eifel-Woche war mein Ausflug nach Kall am Freitag. Dort fand nämlich die dritte Lesung der ersten Woche statt. Diesmal war Bastian Sick an der Reihe.

Was soll ich sagen. Es wird ja langsam zum Running Gag: Ich war spät dran. Es hätte klappen können, wenn ich nicht durch den ganzen Nationalpark so einen Schleicher vor mir gehabt hätte. Es kam, wie es scheinbar kommen musste.

Ich wurde ungeduldig, es war dunkel und ich war heilfroh, endlich in Schleiden abbiegen zu können. Nur irgendwie – falsch. In Hellenthal fiel es mir dann doch noch auf, also weiter Richtung Kall. Da war ich, glaube ich zumindest, noch nie.

Wow, die haben eine Zugstrecke. Das wusste ich zwar, aber nach drei Jahren in Monschau ist das schon irgendwie ein ungewohnter Anblick. Schienen, so mitten in der Eifel.

Langsam machte sich die Latte bemerkbar und ich durfte mal kurz in eine Eisdiele huschen. Sehr nette Dame, die kein Problem damit hatte, dass ich jetzt kein Eis wollte.

Weiter geht es, einmal rechts und links verwechselt, grmpf passiert mir sonst eher selten und nochmal nach dem Weg gefragt. Ein hilfsbereiter Mensch erklärt mir: Ja, also da wo jetzt das Auto raus kommt, da ist das Berufskolleg. Und? Ahnt Ihr es schon?

Ich fahre also auf einen Parkplatz, parke, stiefele in ein beleuchtetes Gebäude, wundere mich kurz, dass ich kein LIT.Eifel-Plakat entdecke und steige die Treppe hoch. Ah, Publikum und es wird gelesen. Supi, nur irgendwie sieht das nicht nach Sick aus.

Oder wie seht Ihr das?

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Und während ich auf facebook darüber sinniere, ob Sick sick geworden ist oder es sich um das Rovaniemi-Autozug-Problem handelt (das erkläre ich gerne ein anderes Mal), genieße ich die Lesung bzw. die

Leseshow Kölner Südstadt (erst mal nur die Bilder)

Da war ja noch was

Ach so: Zu Bastian Sick bin ich dann in der Pause auch noch. Das war nur eine Straße weiter. An dem Gebäude stand dann auch was von Berufskolleg. Nur EU-Kennzeichen auf dem Parkplatz.

Der Saal war zwar nicht voll besetzt, aber so an die 100 dürften es gewesen sein. Die haben sich köstlich amüsiert. Nur ich nicht. Ich mag ihn nicht besonders, den Humor finde ich auch nicht überzeugend. Für mich ist das Geldschneiderei aus einem Sammelsurium von Einsendungen.

Ok, der Fairness halber muss ich gestehen, er hat sich Mühe beim Sortieren und der Präsentation gegeben. Hat für mich aber was von der Pannenshow. Kurz, einfach nicht mein Ding.

Dazu kam ich weder mit seiner Stimme, noch Intonation klar. Irgendwie unsympathisch. Also habe ich mich nach ca.10 tapferen Minuten wieder eine Straße weiter begeben und dort den Rest der Leseshow aus der Kölner Südstadt genossen.

Habe ich schon erwähnt, dass ich in der Südstadt studiert habe?

Die haben sich über meine Rückkehr gefreut und es war noch ein richtig netter Abend mit dem Kulturkreis Kall. Denen habe ich angeboten, unsere Bürgermeisterin zu bitten, die Termine im nächsten Jahr nicht zeitgleich zu legen. Mache ich doch gerne.

Und jetzt bin ich gespannt auf die zweite Woche. Ihr auch?