Verkehrsunfall auf dem Burgring

Heute Nachmittag gab es wieder eine Ölspur auf dem Burgring. Diesmal war der Verursacher ein belgischer Autofahrer, der die B258 in Richtung Trier befuhr. Zum Glück gab es keine Verletzten, sondern nur Sachschaden.

Nach eigenen Angaben verlor der Fahrer bei geringer Geschwindigkeit und trotz Winterreifen auf nasser Fahrbahn in der Rechtskurve zwischen Oberer Kalk und dem Vennbad die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er prallte offensichtlich in die Leitplanke auf der Gegenfahrbahn, drehte sich und blieb dann auf der rechten Fahrbahnseite gegen die Fahrtrichtung liegen.

Foto vom Burgring

Als ich ankam, regnete es gerade. Der Polizeiwagen stand mit zwei Beamten besetzt auf der linken Seite mit Blaulicht quer am Fahrbahnrand. Unsere Freiwillige Feuerwehr, sprich der Löschzug Altstadt von Monschau war mit drei Fahrzeugen im Einsatz. Vorne und hinten standen jeweils ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht (LF bzw. TLF), dazu die Einsatzleitung, dazwischen  beseitigten mehrere Feuerwehrleute die Ölspur. Nur gesichert, durch eine Reihe Pilonen an der Mittellinie der B258 und Ihren Einsatzfahrzeugen. Das war nicht ungefährlich, schließlich versuchten immer wieder Busse, PKWs und LKWs aus beiden Richtungen gleichzeitig Ihr Glück. Kein Wunder, da die anderen Verkehrsteilnehmer die Unfallstelle nicht wirklich einsehen konnten.

Einspurig auf ca. 100 Metern

Foto Einspuriger Burgring Bus und PKW

Ok, die B258 ist jetzt nicht gerade die viel befahrendste Bundesstraße, aber ich hatte in meinem jugendlichen Leichtsinn erwartet, dass bei vorhandenen Einsatzkräften der Polizei eine Verkehrsregelung statt findet.

Foto vom Einsatzort zwischen Oberer Kalk und Vennbad MonschauIch habe mich dann direkt bei unserer Feuerwehr informiert, aber nur die Polizei darf den Verkehr regeln. Die Feuerwehr darf sich nur selbst sichern. Logisch, eigentlich. Als ich den ersten Beamten darauf ansprach, verstand er mein Problem nicht. Mag sein, dass ich etwas undiplomatisch war. Dafür entschuldige ich mich gerne. Logisch machen die Polizeibeamten auch ihre Arbeit.

Trotzdem hatte ich erwartet, dass man es bei der für meine Begriffe uneinsichtigen Stelle, nicht dem mündigen Bürger (O-Ton Polizei) überlässt wie er die einspurige Bundesstraße befährt. Ich kann mir vorstellen, dass unsere Feuerwehrleute wenig Chancen haben, wenn es dann noch zu einem Frontalzusammenstoß zwischen mündigen Bürgern kommt.

Unser Löschzug LZ Altstadt

Bei unserem Löschzug handelt es sich schließlich alles um Freiwillige, die einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit in Ausbildung, Übungen und Einsätzen verbringen. Unentgeltlich, natürlich. Dabei gehört ein Verkehrsunfall mit Sachschaden noch zu den harmlosen Einsätzen. Wer sich einen Überblick über die rund 100 Einsätze jährlich verschaffen möchte, die allein unser Monschauer Löschzug Altstadt absolviert, dem sei die Website ans Herz gelegt.

Ich mag da zwar als (noch) inaktives Mitglied, zugegeben etwas voreingenommen sein, aber seit ich mich näher mit der Freiwilligen Feuerwehr beschäftige und nicht nur einmal im Jahr zum Tag der offenen Tür gehe, wächst mein Respekt vor den Leistungen der Truppe immer mehr. Wem das genau so geht, aber nicht aktiv mit helfen kann oder will, dem darf ich gleich mal den Förderverein ans Herz legen.

Vollsperrung für den Abschleppwagen

Als der Abschleppwagen kam, wurde die B258 dann von den Polizeibeamten kurz in beide Richtungen gesperrt. Das nennt man dann Vollsperrung bis der Abschleppwagen mit dem Unfallwagen und dem Fahrer Richtung Aachen verschwand. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch mit dem Fahrer gesprochen, der mir freundlicherweise erlaubt hat, die Infos und Fotos auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Auch die Straßenwacht kam, um die Schäden zu begutachten und ggf. schon zu beseitigen. Kurze Zeit später, war auch die Ölspur beseitigt und unser Löschzug rückte wieder unbeschadet ein.